6 gruseligen Krankenhausgeschichten aus nah und fern

6 gruseligen Krankenhausgeschichten aus nah und fern

USA, Brasilien, Deutschland: Hier haben wir dir die gruseligsten Krankenhaus-Geschichten zusammengetragen, die zwischen übernatürlich bis bescheuert f

USA: Würgeschlange im Krankenhaus

Unsere erste gruselige Krankenhaus-Geschichte fällt definitiv in die Kategorie bescheuert. Ein erschreckender Vorfall ereignete sich im Tacoma General Hospital im US-Bundesstaat Washington. Dort fiel ein weißer Python ohne Vorwarnung von der Decke. Die Schlange war offenbar durch das Gitter eines Lüftungsschachts gefallen, in den sie sich verirrt hatte.

Glücklicherweise sind Pythons nicht giftig. Sie zählen zu den Würgeschlangen und vergreifen sich nur sehr selten an Menschen, da diese zu groß sind, um als Beute zu dienen. Dennoch hätte zumindest für die Kinder im Krankenhaus eine reale Gefahr bestanden, heißt es.

Die Schlange wurde eingefangen und konnte kurze Zeit später ihrem Besitzer wieder übergeben werden. Der Mann hatte das Tier Tage zuvor als vermisst gemeldet. Er hatte die Schlange in einer Transportbox mit ins Krankenhaus zu einem Besuch genommen, wo sie ihm entwischt war.

Offenbar sollte man wirklich davon absehen, Schlangen mit ins Krankenhaus zu nehmen. Tiere haben nachgewiesener Weise einen positiven und beruhigenden Einfluss auf Patienten, dennoch gilt das wohl eher für Hunde oder Kaninchen und weniger für Würgeschlangen. Immerhin ist auch bewiesen, dass Tiere mit Fell auf die meisten Menschen deutlich positiver wirken als Tiere ohne Fell und ein Python ist nun wirklich nicht weich oder flauschig.

Deutschland: Klinik Ost in Flensburg

Für die nächste gruselige Krankenhaus-Geschichte geht es ganz im Norden Deutschlands, nach Flensburg. Die verlassene „Klinik Ost“ ist ein beliebtes Ausflugsziel für alle Hobby-Geisterjäger. Über die Geschichte der Klinik, welche 1910 als Lazarett eröffnet wurde, ist allerdings nur wenig bekannt.

Fest steht aber, dass sie während der Zeit des Nationalsozialismus zum Beispiel von Nazi-Arzt Karl Gebhart, welcher verantwortlich für zahlreiche Versuche an KZ-Häftlingen war, als Versteck genutzt wurde. Einige „Besucher“ des verlassenen Geländes berichten davon ein halb durchsichtiges Mädchen gesehen zu haben, welches dort nachts Blumen pflückte. Andere berichten von seltsamen Geräuschen, die sie gehört haben wollen.

In einer Flensburger Facebook-Gruppe ist ein regelrechter Hype um die „Klinik Ost“ entstanden und ein Gerücht jagt dort das nächste. Anstoß der Geistergeschichtenbildung ist sicher die mysteriöse Schließung des Krankenhauses im Jahr 1987. Mehr oder weniger über Nacht wurde die Klinik geschlossen und über die Umstände der Schließung war bislang wenig bekannt. Sogar viele medizinische Geräte wurden dort scheinbar in der Eile zurückgelassen.

Und so machen sich oftmals abenteuerlustige Jugendliche und spirituell angehauchte Medien in dunklen Mondscheinnächten auf, um den Gerüchten auf den Grund zu gehen und sich darüber auszutauschen, was dort wirklich vorgeht. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass das Betreten des Gebäudes strengstens verboten ist und das hat durchaus einen triftigen Grund.

Es ist nämlich – wie die meisten Spukhäuser – nicht mehr im besten Zustand und durchaus einsturzgefährdet. Daher bietet es so bei Betreten (und das ganz unabhängig von blumenliebenden und krachmachenden Geistern) eine reale Gefahr für Leib und Leben.

In einem ursprünglichen dazu auf unserem alten Blog gab es einige Kommentare von Zeitzeugen:

Kommentar 1

kommentar 2

kommentar 3

Österreich: Mann fährt mit abgetrenntem Arm selbst ins Krankenhaus

Im Burgenland in Österreich kam es Mitte Mai 2013 zu einem bizarren Vorfall auf dem Weg zum Krankenhaus. Ein 37-jähriger Mann hatte sich bei einem Unfall in einer Recycling-Fabrik seinen Unterarm abgetrennt und ist anschließend selbst damit ins 20km entfernte Krankenhaus gefahren.

Der schreckliche Unfall ereignete sich, als der ungarische Arbeiter das Rüttelsieb reinigen wollte und dabei mit seinem Arm in die Maschine geraten war. Er konnte seinen Unterarm aus der Anlage holen, verband seinen Oberarm notdürftig mit einem Pullover und fuhr dann in das 20 Kilometer entfernte Spital.

Dort soll er angeblich das abgetrennte Körperteil auf die Anmeldetheke gelegt und höflich darum gebeten haben, dass man ihm dieses wieder annähe.

Den Ärzten der Klinik zufolge ist der Mann nur aus dem Grund nicht verblutet, da er unter Schock gestanden hatte. Ob es ihnen gelang, den Arm wieder anzunähen ist nicht bekannt.

Brasilien: Mann fährt mit Messer im Kopf ins Krankenhaus

Eine ähnliche Geschichte passierte einem 39-jähriger Mann aus dem Bundestaat Piauí im Nordosten Brasiliens. Dieser hatte Glück im Unglück, einen schnellen Wagen und verdammt gute Nerven.

Der Mann wurde in einem Club in einen Streit verwickelt, der eskalierte. Sein Gegenüber stach ihn daraufhin mehrfach mit einem Messer in den Brustkorb, die Schulter und den Kopf.

Das 30cm lange Messer blieb in seinem Schädel stecken und der Mann fuhr mit der Waffe im Kopf ganze 100 Kilometer bis ins nächste Krankenhaus. Dort wurde ihm in einer dreistündigen Notoperation das Messer aus dem Kopf entfernt. Der Texaner überlebte den Eingriff und konnte einige Tage später wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Der Fall war jedoch auf für die Ärzte im Krankenhaus in Teresina unfassbar. Das Messer hatte zahlreiche Nerven und mehrere Venen durchbohrt, heißt es seitens eines Hospitalsprechers. Es sei ein Wunder, dass der Mann während der zweistündigen Autofahrt bei klarem Bewusstsein geblieben war.

Dennoch wird sich der Streitlustige bei seiner nächsten Auseinandersetzung wohl etwas mehr zurückhalten. So viel Glück hat man wahrscheinlich nur einmal im Leben.

Schweiz: Horrorgemälde im Krankenhaus

Die Hirslanden-Klinik in Münchenstein stellt immer wechselnde Ausstellungen an Kunstwerken zur Schau. Derzeit sind es Bilder von Künstler Christophe Hohler, die gerade von Patienten extrem kritisch aufgenommen werden.

Verständlicherweise, muss man zugeben, da die Bilder sehr an Horrorgemälde grenzen und eine schon fast verstörende Wirkung haben:

Gemälde Christophe Hohler

Sagen wir es mal so: Wenn in einem Horrorspiel dieses Bild auf einer Wand hängen würde, würde man damit rechnen, dass beim Umdrehen ein Jump-Scare kommt.

Faszinierend sind die Werke in jedem Fall, aber ob man in einem Krankenhaus, in dem sich durchaus auch todgeweihte und sterbende Patienten solche Bilder wählen sollte, ist mehr als fraglich… Trotzdem sind sie sehr berührend und ausdrucksstark.

Brasilien: 40 tote Babys in Leichenhalle eines brasilianischen Krankenhauses

In der letzten gruseligen Krankenhaus-Geschichte geht es zurück nach Brasilien, für einen Fund, wie aus einem Horrorfilm.

2014 wurde im Zuge von Ermittlungen in einem brasilianischen Krankenhaus eine entsetzliche Entdeckung gemacht. Die Leichen von 40 Neugeborenen und Föten wurden verlassen in der Leichenhalle gefunden, berichten die Behörden.

Bereits seit 5! Jahren verrotteten einige der kleinen Leichname in einem Kühlschrank des Leichenschauhauses des städtischen Krankenhauses Pedro Ernesto in der Hauptstadt Rio de Janeiro.

Außerdem fanden die Beamten eine Reihe von Körperteilen, bei denen es sich höchstwahrscheinlich um Überbleibsel von Amputationen handelt.

"Das ist wie in einem Horrorfilm", sagte die Staatsanwältin Ana Cristina Huth Macedo zu AFP. "Unsere Aufgabe ist es nun, den Körpern schnellstmöglich eine würdevolle Bestattung zu geben."

Macedo teilte weiter mit, dass das Krankenhaus dafür bekannt sei, Geburten unter hohem Risiko durchzuführen, was erklären würde, warum so viele Babies gestorben waren.

Der Leiter des Hospitals, Rodolfo Acatuassu Nunes, sagte gegenüber dem brasilianischen Fernsehen, dass die Körper der Totgeburten und Säuglinge nie von ihren Eltern abgeholt wurden. Das habe, so Nunes weiter, etwas mit einem sozialen Problem zu tun. Die Leute kämen nicht einfach so zurück ins Krankenhaus, um den Leichnam ihres verstorbenen Kindes zu holen.

Die Ermittler waren nicht in der Lage die Identität von 15 Leichen festzustellen und nun werden alle verstorbenen Kinder einem Gentest unterzogen, um herauszufinden, wer ihre Eltern waren.

Der bizarre Fall kam erst ans Tageslicht, nachdem die Staatsanwaltschaft von den Behörden aufgefordert wurde, den Verbleib eines vermissten Kleinkindes zu ermitteln, von dem man später feststellen musste, dass es sich um die Totgeburt einer cracksüchtigen Mutter gehandelt hatte. Nachdem die Beamten herausgefunden hatten, dass das Kind ein Jahr nach seinem Tod immer noch nicht begraben worden war, führten sie ihre Ermittlungen in besagtes Krankenhaus und damit zu den dutzenden anderen Babyleichen.


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